Donnerstag, 24. April 2014

[Rundreise 2014] Nagasaki (Teil 1)

Nagasaki hat mich so begrüßt, wie mich Fukuoka verabschiedet hat: mit Regen. Die Strecke zwischen den beiden Städten habe ich mit dem Highwaybus zurückgelegt, weil es sich von der Fahrtzeit gegenüber dem Zug nicht viel nimmt, dafür aber um einigeres billiger ist. Vom Bahnhof in Nagasaki – wo ich in der Touristeninfo zumindest eine Stadtkarte gefunden habe – musste ich mit der Straßenbahn zu meinem Guesthouse fahren. Wäre ja alles kein Problem gewesen, wenn da nicht die vielen Stufen gewesen wären. Denn zur Haltestelle der Straßenbahn vor dem Bahnhof kommt man nur über eine Überführung. Weit und breit kein Fahrstuhl in Sicht. Also im Regen mit Koffer, Handtasche, Beutel und Kameratasche – und eigentlich auch noch Schirm – treppauf und dann wieder treppab. Zumindest kam gleich meine Straßenbahn. Auf der Karte von der Touristeninfo standen zum Glück noch einige wichtige Information, z. B. wie man mit der Straßenbahn fährt. Hinten einsteigen, beim Aussteigen das passende Geld beim Fahrer in den Kasten werfen und dann vorne Einsteigen. Da ich in Japan noch nie Straßenbahn gefahren bin, war das gut zu wissen.

Mit der Straßenbahn bin ich bis zur Endstation Hotaruchaya gefahren und von dort musste ich zum Guesthouse laufen. Da auf der Internetseite eine ausführliche und bebilderte Beschreibung war, habe ich es auch schnell gefunden. Allerdings hieß es wieder: treppauf; und das immer noch im Regen. Angekommen im Guesthouse Nagasaki Kagamiya wurde ich herzlich empfangen. Mein Koffer wurde vom Besitzer abgetrocknet und die Treppe hinauf getragen. Es wurde mir gezeigt, wo sich alles befindet und dann habe ich noch die Discount Card für Sehenswürdigkeiten in Nagasaki bekommen. Diese finde ich sehr praktisch! Man bekommt sie übrigens nur, wenn man in einem Hotel in der Stadt übernachtet und dann auch nur vom Hotel und nicht von der Touristeninformation. Ich hatte ein japanisches Zimmer, sehr groß (6 Tatami) und sehr gemütlich. Dort habe ich mich erst einmal ausgeruht und vom Regen erholt und überlegt, was ich noch mache. Da ich nur anderthalb Tage in Nagasaki hatte, konnte ich ja nicht einfach in meinem Zimmer bleiben und die Zeit vertrödeln. Wobei der Besitzer des Guesthouses doch überrascht war, dass ich mich bei dem Regen trotzdem nochmal auf den Weg gemacht habe.